Danke Merkel

Mein Weltbild ist wieder intakt. Das ist ein gutes Gefühl! Als Merkel ihren Parteigenossen und dem Rest der Bevölkerung ihr „Wir schaffen das!!!“ entgegenschleuderte sowie im Zuge einiger Äußerungen, die sie danach machte, erwischte ich mich immer wieder dabei, Frau Merkel zuzustimmen. Das ging so weit, dass ich mir in den letzten Wochen hatte vorstellen können, der CDU bei der Bundestagswahl unter bestimmten Umständen meine Stimme zu geben. Das wäre vor allem eine Stimme für Merkel gewesen. Für ihre Geste der Humanität (vielleicht war es auch nur Realpolitik, doch ich will ihr mal das Beste unterstellen), für ihr Einstehen für die Menschenrechte gegen das Parteiestablishment. Sogar dem Herrn de Maizière musste ich in den letzten Monaten dann und wann zustimmen. Ich hatte bereits Angst, zu werden, wie mein Vater!!1!!

Doch jetzt ist alles wieder gut. Die von Angela Merkel geführte Bundesregierung hat Afghanistan zum sicheren Herkunftsland erklärt und damit die Abschiebung von 1000en Menschen afghanischer Herkunft ermöglicht. Das ist eine Doppelstrategie. Nicht nur kann sich Christenunion mit dieser Form der Law-And-Order Politik auf dem Rücken unserer Mitmenschen bei den Anhängern der AfD anbiedern. Sie machen sich mit der Einschätzung Afghanistans als „sicher“ auch fit für das postfaktische Zeitalter. Da hatte die Union noch großen Nachholbedarf. Die SPD verkauft die Hartz-Reformen und die Riester-Rente als sozial gerecht. Die Grünen halten genetisch modifizierte Organismen für gefährlich. Die Linke sagt, sie geht angemessen mit den Querfronttendenzen in den eigenen Reihen um. Die FDP sagt, sie sei liberal.

Vielen Dank Frau Merkel, dass mein Weltbild wieder intakt ist. Irgendwie hält sich meine Freude aber in Grenzen. Ich frage mich, warum.

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Verwirrung über Pirinccis Rede

Mittlerweile ist sicher allgemein bekannt, dass Akif Pirinçci gestern bei PEGIDA eine Rede gehalten hatte, die ihm heute bereits erste Schwierigkeiten bereitete. Lutz Bachmann hat sich auf der Facebook-Seite von PEGIDA (‚Ami Go Home‘) mittlerweile für die Rede entschuldigt. Beziehungsweise dafür, nicht früher eingeschritten zu sein. Er schreibt:

Einen gravierenden Fehler habe ich gestern begangen, als unser Gastredner Akif Pirinçci ans Mikrofon trat und seine ersten Sätze verlas, dass er eigentlich aus seinem Buch „Umvolkung“ lesen wollte, auf einmal aber stattdessen eine eigene Rede für den besonderen Anlass ankündigte.

Dies geschah ohne Absprache mit uns und wir waren völlig überrumpelt. Ich hätte in diesem Moment die einzig richtige Entscheidung treffen müssen und sofort das Mikro abschalten. Im Regelfall lesen wir die Vorträge unserer Gäste quer, um derartige Vorfälle zu verhindern. Das von Herrn Pirinçci Vorgetragene lag uns so nicht vor, sonst hätten wir von vornherein abgesagt.

Ich nehme diese Entschuldigung nicht an.

Er hat also von nichts gewusst. Das hat in Deutschland Tradition, hinterher „von nichts gewusst“ zu haben. Dabei hätte beispielsweise Frau Festerling Herrn Pirincci ja einfach mal fragen können, was er denn so erzählen wird? Kaum vorstellbar, dass sich die beiden RednerInnen nicht im Vorfeld über ihre Reden ausgetauscht haben. Sie scheinen sich ja gut zu verstehen, wenn man Pirinccis Twitter-Account glauben darf. Doch bereits am Tag vorher hätte Bachmann einfach mal auf die Website seines Redners (mittlerweile offline*) schauen müssen. Der schrieb da bereits:

Morgen, also Montag (19. 10. 2015), werde ich anläßlich des einjährigen Bestehens von PEGIDA in Dresden auftreten und einen hübschen Text vorlesen, der in Sachen Wutrede in diesem Lande Maßstäbe setzen wird. Es wird um die Verbrechen gehen, die man diesem Volk gegenwärtig antut. Man erwartet bis zu 30.000 Leute, ich glaube, daß es mehr werden. Ach, Herr Staatsanwalt…

Gruß und Kuß!

Euer kleiner Akif

Das klingt nicht nach Buchlesung. Das klingt nach eigens geschriebener „Wutrede“. Eine „Wutrede“ auf die Lutz Bachmann seinen Redner im Vorfeld hätte ansprechen können. Entweder wusste also Bachmann Bescheid, dann lügt er. Oder er war tatsächlich ahnungslos, dann ist er unfähig. Ich denke, er hatte nichts konkretes abgesprochen und damit gerechnet, dass der kleine Akif das Ding sauber über die Bühne bringt. Der hat nun leider über das Ziel hinausgeschossen. Allerdings anders als die PEGIDA jetzt glauben machen wollen. Er hat einfach zu lange gebraucht und ist kein guter Redner. Die Masse auf dem Theaterplatz war nicht empört. Sie war gelangweilt. Deswegen wird nächsten Montag frische Hetze geliefert.

Ergänzung:

Am Anfang seiner Rede sagt Herr Pirincci, er habe eigentlich aus seinem Buch „Umvolkung“ lesen wollen. Der Teil der Aussage Bachmanns scheint also wahr zu sein. Bleibt, die öffentliche Ankündigung Pirinccis und die Vermutung, dass Frau Festerling Bescheid wusste. Vielleicht zeigen sich hier erste Risse in der aktuellen PEGIDA-Führung?

*Teilweise im Google-Cache einsehbar.

Update 21.10.15 13 Uhr:

Auf Freitag.de ergänzt Magda:

„Es ist in der Tat so, dass Pirincci nicht intendiert hat, dass man Flüchtlinge ins KZ’s stecken sollte, sondern dem Landrat Lübcke ironisch untestellt, er könne ja leider die KZ’s – gegen Deutsche – nicht in Betrieb nehmen.“

Das macht die Rede von ihm nicht weniger übelkeiterregend, soll aber der Vollständigkeit halber erwähnt werden.

Auf Dame von Welt hat sich ein paar Gedanken zum „kleinen Akif“ gemacht.

Vollzugsdefizit und Volkswutüberschuss

Willkommen in Dresden

Seit bald einem Jahr beschäftigen mich die PEGIDA. Meine erste Begegnung mit dem Folg um Bachmann war eine Gegendemonstration im letzten Jahr. Am Goldenen Reiter hörte ich einen Redebeitrag, in dem vor PEGIDA gewarnt wurde. Die Antifa hat sich als politisches Immunsystem gezeigt und bereits früh vor dem Gewaltpotenzial der PEGIDA gewarnt. Zu einem Zeitpunkt als Ministerpräsident Tillich und sein Helferlein Ulbig noch routiniert den rechten Kessel anheizten. Meinen ersten Text zum Thema hatte ich am 14.11.14 veröffentlicht. In den Kommentaren der PEGIDA-Facebookseite wurde bereits damals durchgespielt, was wir heute im ganzen Osten sehen. Die Befürwortung von Gewalt war PEGIDA von Beginn an immanent.

„Doch Matze weiß die Lösung, nämlich dem verschissenen Zeckenpack den Schädel einschlagen und in die rinne kehren.

„Jürgen greift das gleich auf und bepöbelt die eigenen Leute, weil diese nicht den Schneid in der Hose hätten, um sich zusammenzutun und dieses Pack aus der Stadt zu jagen. Silvio ist damit noch nicht zufrieden, er will alle rausschmeissen aus unserem Land. Wobei Jürgen an die guten alten Kreuzfahrerzeiten erinnert, als man die Jungs angenagelt hat und runterfaulen lies. Manuel lässt sich von der kreativen Stimmung anstecken: ’sing’ Wetzt die langen Messer an dem Bürgersteig, lasst die Messer flutschen in den Salafisten leib….. ‚sing‘.“

„Michi ist das alles zu kompliziert, er plädiert für die pragmatische Lösung: Kopf ab fertig aus.
Zitate @diaphanoskpie 14.11.14

Jetzt wird es wieder länger Dunkel. Je früher die Sonne im Osten untergeht, desto mehr Menschen versammeln sich, um den Gestalten auf dem Rednerpult im kleinen Plastikanhänger zuzujubeln. Der Ton, der den Meinungsluken auf dem Plastikanhänger entweicht, hat sich über den hitzigen Sommer geändert. So wie die Stimmung auf dem Platz. Die Zeit der Rechtfertigungen ist vorbei. In den Anfangszeiten wurde immer wieder betont, bei PEGIDA habe niemand etwas gegen „Ausländer“ oder „Moslems“. Menschen muslimischen Glaubens wurden vom Bachmann Lutz explizit auf die Demonstrationen eingeladen. Eine Idee, die bei beinahe täglicher Gewalt gegen Andersdenkende in Sachsen, grotesk erscheint. Wiederholt wurde versucht, die Spaziergänge, mit der Gefahr des „radikalen Islam“ zu rechtfertigen. Das hat sich geändert. Es geht gegen „das System“. Offen wird ein „Umsturz“ herbeigesehnt und fantasiert. Denn ohne diesen Umsturz gehe es „Deutschland“ an den Kragen. „Die Amerikaner“, so warnen PEGIDA-Redner immer wieder, hetzen „uns“ die Flüchtlinge auf den Hals, um einen „Bürgerkrieg“ zu provozieren. Dieser stehe kurz bevor.

In den letzten Wochen stand ich wiederholt auf dem Theaterplatz oder dem Neumarkt. In Anbetracht der grölenden Menge, klingen Umsturz und Bürgerkrieg dort beinahe wie realistische Szenarien. Die Angst, die sich bei mir vegetativ in Übelkeit ausdrückt, muss auf Seiten des Folgs ein warmes, wohliges Gefühl sein. Vielleicht wie Blut, das einem über die Hände läuft. Ich werde das Gefühl nicht los, als wünschten sich die Wortproduzenten auf dem kleinen Plastikanhänger nichts sehnlicher als einen „Bürgerkrieg“. Dann können sie endlich mal richtig aufräumen. Können es den „linksversifften Gutmenschen“ mal richtig zeigen. Wer Anfang des Jahres dachte, die RednerInnen von PEGIDA seien aggressiv, hat die neue Angriffslust noch nicht erlebt. Wer PEGIDA immer noch unterstützt, legitimiert Gewalt und Selbstjustiz. Niemand kann sagen, er habe nichts gewusst.

„Bernhard hält, definitionsgemäß, nichts von islamischem Recht, möchte aber gerne, das die Salafisten, die scheinbar in Kirchen eingebrochen waren, ihre eigenen Lehren zu spüren bekommen, was seiner Meinung nach hieße: Händeabhacken.“

Da schreibt man schon mal unschön, aus der Wut heraus wie Paul, der das viehzeug abknallen will. Julius ist für Selbstjustiz!!! Jetzt!!!
„Kevin rät, man solle seine Handys in Sicherheit bringen und würde sich nicht wundern, wenn das ding brennt.
Zitate @diaphanoskopie 20.11.14

Die kaum noch verklausulierten Gewaltfantasien der Protagonisten wundern sicher niemanden. Aber als der Bachmann Lutz verkündete, eine Partei gründen zu wollen, war ich kurz erstaunt. Meinen ersten Gedanken, dass es sich mit PEGIDA dann bald erledigt haben würde, verwarf ich schnell wieder. Dazu hatte ich mich im letzten Jahr bereits zu oft geirrt. Die Hoffnung stirbt zwar zuletzt. In Sachsen liegt sie jedoch bereits auf der Intensivstation.

Zum einjährigen von Lutz und seinen BrüllkameradInnen soll es in Dresden ein breites Bündnis des Gegenprotests geben. Alle demokratischen Parteien Sachsens haben dazu aufgerufen. Also nicht die CDU Sachsen. Die CDU Sachsen ist so damit beschäftigt, die eigene Macht zu erhalten, dass sie es nicht schafft, sich gegen eine eindeutig antidemokratische Bewegung zu stellen. Tillich und seine Leute unterspülen das Fundament einer freien Gesellschaft. PEGIDA ist längst über das Thema Asyl hinausgewachsen und nutzt es nur noch als Brandbeschleuniger. Ziel ist ein „Systemsturz“. Die Bewegung träumt von Dresden als dem neuen München; Hauptstadt der Bewegung.

Unterstützt wird PEGIDA dabei von Seiten des Landes und der Kommune. Dort spricht man, was die Einhaltung der Auflagen bei PEGIDA-Demonstrationen angeht, von einem „Vollzugsdefizit“. Während rechte Demos freundlich durchgewunken werden, setzt man auf der linken Seite früh die Helme auf. Es sind sächsische Verhältnisse. So wie die Tatsache, dass Gegendemonstranten und Journalisten nahegelegt wird, sich aus der Umgebung von PEGIDA-Demonstrationen zu entfernen, weil man nicht für den Schutz garantieren könne.

Eine Befürchtung, die sich in den letzten Tagen in Sachsen immer wieder traurig bewahrheitet. Eine Veranstaltung, die zum Dialog eingeladen hatte, wurde von Rechten gesprengt, Teilnehmer angegriffen. Unter den Augen der Polizei. Den einzelnen Beamten kann man vielleicht keinen Vorwurf machen, haben sie doch ein Recht auf Eigenschutz. Dass aber in Sachsen das Potential des rechten Mobs, dem sich besorgte Bürger anschließen, systematisch ignoriert wird, ist ein Skandal.

Die einzige Möglichkeit, in Sachsen Asylunterkünfte zu schützen BEVOR etwas passiert, ist eine linke Demo davor zu organisieren. Dann kommt nämlich auch die Polizei. Sächsische Verhältnisse.

Wir haben es in Sachsen weit gebracht im letzten Jahr. Von einem verschlafenen Freistaat mit einigen „Leuchttürmen“, zu einem vom Mob regierten Gebiet mit Gewaltmetropolen. Danke Herr Tillich! Als Landesvater tragen sie die Verantwortung für den Brutalität in ihrer Familie. Es wird Zeit, Konsequenzen daraus zu ziehen. „Wäre es nicht schön in Sachsen“, muss sich Herr Tillich denken, „wenn nicht diese ganzen Ausländer zu uns kämen?“. Es wird ein langer Winter in Dresden.

Weiterlesen:

PEGIDA auf Diaphanoskie

Angriffe auf Flüchtlinge nach PEGIDA-Demonstration

PEGIDA-Demonstranten beschimpfen Schüler

Journalisten fordern besseren Schutz bei Pegida-Demonstrationen

Die traumatisierten Flüchtlinge

Opfer! Darum dreht sich alles bei den PEGIDA. Denn Opfer sind in erster Linie die besorgten Bürger selbst. Opfer des Mainstream, Opfer der Politik, Opfer der Medien, Opfer des Genderterrors. Damit bleibt allen anderen die Rolle der Täter. Abgesehen von einer kleinen Gruppe von Opfern, die die PEGIDA angeblich als legitim betrachten: Flüchtlinge.

Flüchtlinge? Ja, ich habe es selbst gehört. Irgendwann im Winter, es war dunkel und kalt, stand ein Redner auf dem kleinen Plastikanhänger und rief dem Folg zu: „Flüchtlinge aufnehmen ist Menschenpflicht„. Da soll noch einer sagen der Lutz Bachmann und sein Folg seien Rassisten oder Asylgegner. Alles Quatsch! Natürlich müssen wir Flüchtlinge aufnehmen. Wir sind doch keine Unmenschen. Untermenschen schon gar nicht.

Aber es müssen die richtigen Flüchtlinge sein! Echte Flüchtlinge. Flüchtlinge auf die man stolz sein kann. Nicht so stolz wie auf Deutschland! Aber stolz genug, um sie sich auf die Visitenkarte drucken zu lassen oder in den Lebenslauf zu schreiben. Flüchtlinge, echte Flüchtlinge, das wissen die besorgten Bürger, sind traumatisiert.

Wer traumatisiert ist, sitzt in der Ecke und blickt leer in der Gegend herum. Der ist dankbar und lieb und nett und ein gebrochener Mensch. Ein Opfer. Opfer sind gute offizielle Flüchtlinge. Auf Opfer kann man mittleidig herabblicken, ohne sich von ihnen bedroht zu fühlen.

Vor einiger Zeit kursierte ein Video auf dem zu sehen ist, wie einige Bewohner der Zeltstadt Dresden sich mit Gartenmöbeln und allerhand anderer Wurfgeschosse zu treffen versuchen. Kurz danach hatte die Polizei die zwei Gruppen, sich streitender Menschen, auseinander gehalten. Für die, die gerne sagen, was man doch wohl man sagen dürfen muss, ist das Beleg, dass es sich bei den „jungen Männern“ nicht um echte Flüchtlinge halten könne. Denn traumatisierte Menschen Verhalten sich anders. Opfer werfen keine Gartenstühle!

Heute ist es der Gartenstuhl, morgen der Djihad!

Aber was heißt das eigentlich traumatisiert kann man das einfach so behaupten ich bin traumatisiert gibt es Definition? Nicht jeder Mensch, der ein Trauma erlebt hat, behält davon einen sichtbaren psychischen „Schaden“. Trägt jemand einen sichtbaren Schaden davon, kann es sich um eine posttraumatische Belastungsstörung handeln.
Schaut man sich die Definition einer posttraumatischen Belastung Störung an, findet man eine Menge von Symptomen, die solche Menschen zeigen können. Neben dem Bild wie ich es oben beschrieben habe, gibt es auch andere Reaktion. Nämlich aggressive und impulsiven Verhaltensweisen. Menschen mit einer posttraumatischen Belastungstörung haben manchmal Schwierigkeiten ihre Emotionen zu kontrollieren. Sie werden von ihren Emotionen „überschwemmt“ und haben wenig Möglichkeiten sich dagegen zu schützen. Wenn es sich bei dieser Emotion beispielsweise um Angst handelt, gibt es grob zwei Möglichkeiten: fliehen oder kämpfen. Da die Menschen in ihren Unterkünften und Zeltstädten oft keine Möglichkeiten haben, sich zurückzuziehen und es keine oder nicht ausreichende psychologische Betreuung gibt, läuft es darauf hinaus, dass Konflikte sich aufschaukeln. Zumindest sind gewalttätige Konflikte wahrscheinlicher unter diesen Bedingungen.
Das bedeutet nicht, dass dort lauter „gewalttätige junge Männer“ wohnen, die nur darauf warten ihre Aggressionen an Deutschen auszulassen. Es bedeutet, dass dort Menschen unter Bedingungen leben, die Gewalt untereinander und gegeneinander deutlich begünstigen. Wenn man diese Menschen in eine andere Umgebung bringt und die Hilfe gibt, die sie benötigen, wird sich ihr Verhalten auch verändern. Geflüchtete sind keine „schlechteren“ oder „besseren“ Menschen. Es sind Menschen.
Natürlich erwarte ich nicht das Lutz Bachmann oder irgend einer aus seiner Gevolkschaft ihre Meinung über „traumatisierte Flüchtlinge“ ändert. Denn wer seine Meinung ändert, müsste seine Sicht auf die Welt ändern und dann auch seine Sicht auf Asylbewerber. Und das ging ja gar nicht. Dabei sollten wir nicht vergessen, dass auch Lutz Bachmann und seine Gevolkschaft von Emotionen geleitet werden. Das soll ihr Verhalten nicht entschuldigen, sondern erklären. Nur wenn wir herausfinden, was die Emotionen hinter dem Rassismus sind und sie in unsere Reaktionen mit einbeziehen, können wir hoffen, dass sich die Meinung des einen oder anderen ändert. Schaut man sich andere Teile der Republik, dann hat das ja auch schon mal geklappt. Einige Sachsen brauchen vielleicht noch ein bisschen Zeit.
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Mehr Texte über PEGIDA

Flucht und Klimawandel

Das Wissen um die global steigenden Temperaturen begleitet mich bereits seit meiner Kindheit. Damals nannte mein Vater das Phänomen noch Klimakatastrophe. Bei Spaziergängen zeigte er uns Kindern immer die Knospen an den Bäumen und sagte, diese seien zu früh dran. Für ihn war das ein Zeichen für durch die Klimaerwärmung verursachte Veränderungen. Für mich war seit meiner Kindheit klar, dass die Welt sich durch die zunehmend Erwärmung verändern würde. Illustriert wurde diese Veränderung nachhaltig, durch einen Film. Ich erinnere mich nicht mehr an den Titel. Es ging darum, dass Klimaveränderungen in den USA zu katastrophalen Dürren geführt hatten und die Menschen nach Kanada flohen. Die Szene, in der abgekämpfte Menschen glücklich an der kanadischen Grenze ankamen und dort von den Grenzbeamten freundlich empfangen wurden* blieb mir besonders im Gedächtnis.

Obwohl in den letzten Jahren die Diskussion um die Klimakatastrophe, die heute Klimawandel genannt wird, an prominenter Stelle geführt wird, waren die Veränderungen aus meiner Sicht eher marginal. Hier gab es eine Dürre, dort stiegen Lebensmittelpreise, da gab es Überschwemmungen. Mir ist klar, dass diese Ereignisse für die Menschen vor Ort katastrophal waren, doch für mich blieben sie Abstrakt. Für mich fand der Klimawandel nicht spürbar statt.

Dachte ich zumindest. Doch die Auswirkungen des Klimawandels zeigten sich auf den Straßen Dresdens. Entgegen dem Trend der Temperatur, kühlte sich das gesellschaftliche Klima in Dresden deutlich ab. Die PEGIDA gingen auf die Straße. Damals angeblich als Reaktion auf Ausschreitungen zwischen Kurden und Salafisten in deutschen Städten (die bisher, entgegen dunklen Ankündigungen, Einzelfälle blieben) und gegen die Islamisierung des Abendlandes. Das man sich Menschen mit kurdischen Wurzeln als Kronzeugen für diese angebliche Islamisierung aussuchte, zeigte bereits, dass es eigentlich um etwas anderes ging: Die Etablierung einer neuen völkischen Bewegung.

Diese hätte vielleicht nicht das Momentum erreicht, welches die Reste der deutschen Zivilgesellschaft Anfangs überrollte, wenn nicht die Anzahl der nach Europa und Deutschland flüchtenden Menschen merkbar gestiegen wäre. So steigerte sich die Angst vor dem gesellschaftlichen Abstieg (was in Deutschland vor allem materiellen Abstieg bedeutet) in Teilen der bürgerlichen Mitte zur Panik. Einige ihrer Mitglieder begannen wild um sich zu schlagen. Mit dem Scheinargument „nur“ gegen „Wirtschaftsflüchtlinge“ zu sein, hetzte man gegen alles und jeden, der oder die andere Werte und Ideen vertrat.

Der hohe Anteil von PEGIDA AnhängerInnen, die Verschwörungstheorien verfallen sind, lässt vermuten, dass auch Klimawandelleugner stark vertreten sind. Immerhin haben Menschen, die an eine Verschwörungstheorie glauben ein erhöhtes Risiko, auch weiteren Verschwörungstheorien anzuhängen (das sogenannte „Lex Bartoschek“). Damit verleugnen sie einen Grund für die steigende Anzahl von Menschen, die nach Europa flüchten. Unter anderem die aus Syrien stammenden Menschen sind aufgrund der Global steigenden Temperatur aus ihrer Heimat geflüchtet**.

Damit ist der Klimawandel vor unserer Haustür angekommen. In Form vom Menschen die vor den Folgen flüchten, die aus steigenden Temperaturen auf diesem Planeten resultieren. Und es wird wärmer. Das bedeutet, wir können damit rechnen, dass in den nächsten Jahren mehr Menschen ein neues zu Hause bei uns*** suchen. Die Aufnahmen von klatschenden Menschen an Bahnhöfen in Deutschland, die Geflüchtete begrüßen, erinnerten mich an den Film, den ich vor ca. 20 Jahren gesehen hatte. Wir müssen uns darauf einstellen, dass mehr Menschen zu uns kommen werden und einen Weg finden, auch emotional ein Einwanderungsland zu werden. Sonst steuern wir auf eine gesellschaftliche Klimakatastrophe zu. Und das letzte Mal als Menschen aus Deutschland flüchten mussten, endete das für die ganze Welt katastrophal.

*Ich glaube, das war das Happy End des Filmes. Es kann aber auch sein, dass ich das im Nachhinein positiver erinnere als es dargestellt wurde.

** It’s a little bit more complicated than that. Obviously.

Bildquelle

*** uns = alle Mitglieder dieser Gesellschaft = alle in diesem Land lebenden Menschen.

Schon wieder Dresden – Ohne Worte

Gestern fand in Dresden eine Demonstration zur Unterstützung von Geflüchteten statt. Erstmals seit dem Auftreten von PEGIDA scheint die Anzahl der Demonstranten auf der Gegendemo zumindest gleich hoch gewesen zu sein. Es war eine Demonstration die den Namen verdient hat, eine Demonstration wie sie einer Stadt wie Dresden angemessen ist. Dank gilt auch der Unterstützung durch von außerhalb Zugereiste.

Die Organisation um „Dresden Nazifrei“ entschied, nicht direkt an der Flüchtlingsunterkunft vorbei zu ziehen, um die Menschen dort nicht zu stören. Nach dem Ende der Demo versuchten einige hundert TeilnehmerInnen zum Lager zu gelangen. Ziel war es die Menschen dort vor den erwarteten Angriffen Rechtsextremer zu schützen. Die waren am Montag Abend immer wieder in Kleingruppen in der Gegend gesichtet worden. Die Polizei, die in den letzten Tagen und besonders am Freitag Schwierigkeiten hatte, die Menschen im Lager angemessen zu schützen, war Zahlreich zugegen.

Die Beamten nutzten die Gelegenheit, zu üben, wie man Menschen daran hindert, zum Ziel zu kommen. Die Flüchtlingsunterstützer wurden wiederholt behindert. Gegen 22 Uhr wurden dann die Wege geöffnet und eine Mahnwache angemeldet. Die Beamten sollen sich gegen Mitternacht weitgehend entfernt haben. Einige Demonstranten blieben vor Ort. Die verbliebenen Beamten schienen sich bemüht zu haben, ihre Anwesenheit durch Schikane zu rechtfertigen.

Für 0:42 Uhr findet sich dann folgender Eintrag im Ticker von „PEGIDA#Watch“:

„+00:42+
#Alerta! Die letzten Supporter werden gerade von ca. 50 Hooligans angegriffen und u.a. mit Flaschen beworfen. Ein Verletzter mit Platzwunde… Täter weiterhin in der Gegend, sind im Bereich des Alberthafens unterwegs. Höchste Alarmstufe! Polizei wurde bereits 3x angerufen. Seit 10 Minuten noch immer keine Kräfte vor Ort!“

Leider ist somit das Kalkül der linken Demonstration nicht aufgegangen. In Kenntnis der sächsischen Verhältnisse waren durch die Anwesenheit linker Demonstranten Polizeikräfte zum Flüchtlingscamp gelockt worden. Die Polizei hätte dann, während sie auf die wartenden Linken aufpasst, nebenbei das Lager auch vor Angriffen durch Rechtsextreme beschützt. Leider hat die Polizei in Sachsen diesem Plan durch den vorzeitigen Abzug und das dann verspätete Eintreffen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Es bleibt dabei: In Sachsen ist man seinen Rechten näher als seinen Pflichten.

You don’t fool me

Der Zug der PEGIDA ist in die Spur gesetzt und rollt in die gewünschte Richtung. Das Orga-Team ist zufrieden, hat Medien gefunden, die nicht der Lügenpresse angehören und kann sich dort ungestört äußern. Nach der großkotzigen Einladung des Ministerpräsidenten agiert man weiter zunehmend selbstzufrieden. So wie es sich für politische Akteure gehört, die sich ihrer Sache sicher sind und Woche für Woche ein Bad im Jubel der Menge nehmen.

Dass die Reflexionsbereitschaft, oder Fähigkeit, wer weiß das schon, nicht besonders ausgeprägt ist, merkt man unter anderem daran, dass die Protagonisten der PEGIDA ähnlich handeln, wie sie es ihren Widersachern vorwerfen. So fühlen sie sich ungerecht behandelt, wenn die ganze „Bewegung“ nach den Taten und Einstellungen weniger Teilnehmer bewertet wird. Gleichzeitig qualifiziert man aber eine ganze Religionsgemeinschaft als gewalttätig ab, weil einzelne Mitglieder dieser gewalttätig sind. Einzelne Mitglieder berufen sich bei ihren Taten auf die Religion und damit werden alle anderen Anhänger in Mithaftung genommen. Dass so ziemlich jede Religion genutzt werden kann, um Gewalt gegen Andersdenkende zu legitimieren und dieses Potential durch die Werte der Aufklärung in Zaum gehalten wird fällt dabei hinten runter.

Die PEGIDA suchen sich bestimmte Aspekte der Wirklichkeit so heraus, dass sie in die eigene Argumentation passen. Das machen natürlich alle Lobbygruppen, aber es werden eben auch alle Lobbygruppen dafür kritisiert. Und eine Lobbygruppe, in der Fremdenhass und Demokratiefeindlichkeit strukturell angelegt sind, bekommt in einer demokratischen Gesellschaft von vielen Seiten Gegenwind. Es passiert zum Beispiel nicht alle Tage, dass ICH dem Aufruf eines CDU-Ministerpräsidenten folge und mich an einer von ihm initiierten Veranstaltung beteilige. So stand ich aber kürzlich des Sonntags mit 35 000 anderen vor der Frauenkirche und applaudierte den verschiedenen RednerInnen. Mal mehr und mal weniger. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Weltoffenheit, Mitmenschlichkeit und Dialog“. Herrn Tillichs Rede, die mir, denkt man z.B. an die Unmenschlichkeit der Praxis von Winterabschiebungen, ziemlich verlogen vorkam, habe ich mir nicht bis zum Ende angehört. Aber zurück zu den verschiedenen Aspekten der Wirklichkeit, welche die PEGIDA sich entscheiden, selektiv wahrzunehmen oder zu ignorieren. In dem erwähnten Interview werfen sie zum Beispiel der Umma in Deutschland vor, Sonderrechte zu verlangen. Darin unterscheide sie sich von anderen Religionsgemeinschaften in Deutschland. Andere Religionsgemeinschaften, so verkündet man der Gefolgschaft, würden sich an „deutsche Gepflogenheiten“ halten.

„Es geht allerdings nicht um den Ausländeranteil. Es geht darum, dass mit zunehmendem Anteil von Muslimen – eigentlich von einer Minderheit von diesen – immer mehr Forderungen an die Gesellschaft gerichtet werden. Auf diese Forderungen wird immer mehr eingegangen.
Allerdings gibt es in Deutschland noch viele andere Religionen, aus deren Gemeinden heraus nicht ständig Forderungen gestellt werden und die hier einfach nur ihre Religion nach ihren Vorstellungen leben, ohne andere damit zu behelligen, man möge sich doch bitte nach ihnen richten. Die sich auch nicht ständig durch irgend etwas beleidigt fühlen und sich an der deutschen Kultur auch nicht stören. Die muslimische Minderheit nimmt aber ständig Anstoß an den deutschen Gepflogenheiten und das finde ich nicht akzeptabel.“

Vielleicht meinen sie die „deutsche Gepflogenheit“, Frauen die „Pille danach“ zu verweigern, wie das in kirchlichen Krankenhäusern teilweise Praxis ist. Oder sie meinen die „deutsche Gepflogenheit“ kirchlichen Arbeitgebern ein besonderes Arbeitsrecht zuzugestehen, welches ArbeitnehmerInnen schlechter stellt. Oder vielleicht meinen sie die „deutsche Gepflogenheit“ Menschen in gleichgeschlechtlichen Beziehungen zu diskriminieren, wenn sie sich herausnehmen, gleiche Rechte zu fordern, wie die „traditionelle Familie“? Der Kampf um gleiche Rechte für Menschen in gleichgeschlechtlichen Beziehungen wird in diesem Land weniger gegen muslimischen als gegen christlichen Widerstand geführt. In Uganda wurde von evangelikalen Christen versucht, die Todesstrafe für homosexuelle  Menschen einzuführen. Nach internationalem Protest gab es nur noch lebenslänglich. Aber gut, das ist weit weg.

Vielleicht, das ist nur ein Gedanke, geht es den PEGIDA weniger um die vermeintliche Islamisierung, sondern viel mehr um die Herstellung des Status Quo der 50er Jahre. Zumindest die Fortschrittlichen. Es zeigt sich die Sehnsucht nach den guten alten Zeiten. Es zeigt sich eine Angst vor Veränderungen. Veränderungen die u.a. ein erhöhtes Maß an Komplexität zur Folge haben. Diese Angst scheint ein starker Motivator zu sein. Um so schwächer sind ihre Kompetenzen als Beraterin.

Für Menschen die sich als Demokraten verstehen oder dies zumindest vorgeben, legt man offenbar wenig Wert auf einen demokratischen Prozess wenn es um Veränderungen geht. Nach der Praxis um das Positionspapier, zeigt das auch das aktuelle Interview. Was ist gegen Forderungen einzuwenden? Was spricht dagegen, Forderungen zu diskutieren? Was ist dagegen einzuwenden, wenn einige Forderungen durchgesetzt werden? Einige werden mir nicht gefallen, andere schon. Den Rahmen gibt das Grundgesetz. Anstelle der Muslime würde ich viel mehr Forderungen stellen. Zum Beispiel, ebenfalls Kirchensteuer durch den Staat eintreiben zu lassen. Oder im Rundfunk dem Bevölkerungsanteil entsprechend weltanschaulich geprägte Sendezeit zu bekommen. Auf geht es, liebe muslimische Mitbürger, holt Euch Euren Anteil vom weltanschaulichen Kuchen der Öffentlich Rechtlichen (bevor die PEGIDA die GEZ abschaffen). Und wenn wir gerade bei einer Neuaufteilung sind, können die Ansichten von AtheistInnen und HumanistInnen ebenfalls dem Bevölkerungsanteil nach gerecht abgebildet werden. Dann werden wir auch sehen, was die warmen Worte der kirchlichen Vertreter wert sind. Gemeinsam nach dem Motto:

„Ich missbillige, was du sagst, aber würde bis auf den Tod dein Recht verteidigen, es zu sagen“ (Evelyn Beatrice Hall)

Die PEGIDA können aber noch mehr. Sie schaffen es hervorragend, die Position ihrer Gegner misszurepräsentieren. Soweit dass es eine Lüge wird. Das ist eigentlich Kernkompetenz von „Lügenpresse“ und „Volksverrätern“. So wird zum Beispiel weiterhin darauf Bezug genommen, dass am Anfang der Demonstrationen, einige Politiker und Prominente die PEGIDA fälschlicherweise als „Nazis“ bezeichnet hatten. Dass die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit mittlerweile deutlich differenzierter (bis hin zur Verharmlosung) ist, wird ignoriert. Man stellt sich weiter als Opfer der „Politikerkaste“, „Gutmenschen“ und „Lügenpresse“, sowie von der Antifa gegängelt dar. Dabei war es von Anfang an die Antifa, die gesagt hat, dass die PEGIDA keine Nazis sind. Was nicht bedeutet, dass man nicht „Nazipropaganda“ verbreiten könnte (daher der Sprechchor „Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda“).

OK, dass die PEGIDA nicht die Werte der Aufklärung vertreten, wie sie immer behaupten, ist keine Überraschung. In den vergangen Wochen konnten wir genug Beispiele für ihr Weltbild sammeln. Sowohl die Anhänger als auch das Orgateam selbst lassen, trotz wiederholter Beteuerungen des Gegenteils, immer wieder ihr reaktionäres, rechtes Weltbild durchscheinen. Da ich jedoch ein naiver Zeitgenosse bin und in stetem Zweifel lebe, frage ich mich, auch bei den Mitgliedern des Orga-Teams, dennoch immer wieder: „Wissen die vielleicht wirklich nicht, wofür sie da stehen?“

Doch wissen sie. Dass Lutz Bachmann bei einem Versandhandel bestellt, der Neu-Rechte Kundschaft bedient, wurde bereits früh gezeigt. Unter anderem von PEGIDA#Watch. Auch der Spiegel lieferte kürzlich Informationen aus den inneren Kreisen des Orga-Teams, die zeigen, wie viel Kreide man offensichtlich fressen muss, bevor man vor die Mikros tritt. Und das Interview mit dem Orgateam, welches fleißig auf Facebook geteilt werden soll („Teilen, Teilen, Teilen“), ist mit Bildern geschmückt, von denen zwei ganz eindeutig der Identitären Bewegung zuzuordnen sind.

Montag gehen die PEGIDA wieder „spazieren“, zumindest werden sie es versuchen. Das Vertreten eines reaktionären Weltbildes wird als Trauermarsch für ermordete Cartoonisten getarnt. Cartoonisten denen die PEGIDA noch eine Woche vorher nichts abgewinnen konnten, die zur „Lügenpresse“ gehörten. Cartoonisten, deren überlebende Kollegen eine ziemlich eindeutige Meinung zu deren Vereinnahmung durch die PEGIDA haben. Cartoonisten die wohl zu den Journalisten gehört hätten, die, geht es nach Facebookkommentaren, „ab 2016 gelyncht“ werden.

Alerta! Alerta! Antifascista!

Weitere Texte über die PEGDIA:

Völkisches Volkstheater

Montag ist PEGIDA-Tag

PEGIDA Live – Auf der dunklen Seite

Position ohne Haltung

Beschimpfte Hüter des Abendlandes

Dresdens besorgte Bürger