Herrenwitze

Wahrscheinlich im Grundschulalter habe ich das erste mal gehört, dass die ersten Siedler die „Indianer“ mit Glasperlen bezahlt haben. Irgendwie habe ich nicht gedacht, wie doof die „Indianer“ gewesen sein müssen, sondern hatte eher das Gefühl, mir fehlt ein Stück Information. So könnte es auch Harald Lesch und David Precht in „Herrschaft der Zahlen“ gegangen sein“ als sie unter anderem über Geld sprachen und an der … Herrenwitze weiterlesen

Doch, es war auch Sexismus

Es gibt die Hypothese, dass ein Teil der Ursache für die Wahlniederlage Hillary Clintons Sexismus war. Um diese Hypothese zu widerlegen wird dann gesagt, Hillary wäre nicht eine so schlimme Politikerin, weil sie eine Frau ist, sondern weil so furchtbare Sachen gemacht hat. Schaut man sich diese „Sachen“ aber genauer an, erscheinen sie als relativ undramatische Ereignisse in einem Politikerleben. Das entschuldigt sie nicht, das … Doch, es war auch Sexismus weiterlesen

Ich im Trumpland

Vor 200 Jahren muss die Straße, die ich gerade mit meinem Mietwagen entlangfahre, schwer vorstellbar gewesen sein. Links der Straße fällt die Küste steil ab, geformt von flüssigem Gestein, welches auf dem Weg zum Pazifik erkaltete. Rechts dicht bewachsene Hänge, die ebenso steil in den Himmel ragen. Dazwischen, ein dünner Streifen Zivilisation, die Straße. Auch die Geschwindigkeit mit der ich das Land bereise, dürften auf … Ich im Trumpland weiterlesen

PEGIDA und die schützende Hand

Obwohl ich seit einige Monaten selbst nicht mehr auf der Gegendemo war, verfolge ich das Geschehen medial regelmäßig mit. Über den routiniert ablaufenden Marsch der Besorgten in Dresden lohnt es sich nicht wirklich, Worte zu verlieren. Abgesehen von bewährter verbaler Eskalation und erneutem Streit im PEGIDA Führungsteam (diesmal mit Frau Festreling – der Lutz und seine Damen, was läuft da nur falsch?), handelt es sich um rassistische … PEGIDA und die schützende Hand weiterlesen

Deeskalation a la Sachsen

 So schnell sind sie dahin, die guten Vorsätze. Immerhin bieten die erschütternden Bilder aus Clausnitz die Gelegenheit, meinen Fachbereich wenigstens am Rand in diesen Blog zu bringen. Das ist dann aber auch schon der letzte Lichtblick in diesem Beitrag. Als ich gestern die pöbelnde, grölende Maße sächsischer Männer im Video auf Spiegel-Online sah, setzte meine sächsische Schamroutine ein und ich hakte dieses, zur Zeit mein … Deeskalation a la Sachsen weiterlesen

Dresdner Frust

   13 000 Menschen waren am 13.02.2016 bei der Menschenkette, welche die Dresdner Altstadt symbolisch schützen soll. 13 000 meiner MitbürgerInnen, die sonst jeden Montag zentrale Plätze ihrer Altstadt einem rassistischen Mob überlassen, haben sich an einem Samstag Abend im Februar an den Händen gehalten und durften sich dem warmen Gefühl hingeben…? Tja das weiß ich auch nicht, welches Gefühl da transportiert werden sollte. Im … Dresdner Frust weiterlesen

Besorgte für die 'Freie Gesellschaft'

Gerade wollen viele eine freie Gesellschaftsordnung schützen, indem sie sie unfreier machen. Insbesondere durch Gesetzverschärfungen. Die besorgten Bürger mögen sich darüber freuen, dass „die Ausländer“ – wahlweise „die Flüchtlinge“ – jetzt härter angepackt werden sollen. Dabei vergessen Sie, dass viele dieser Menschen nur zeitweise in Deutschland bleiben werden. Ausbaden müssen die Gesetzverschärfungen die, die bleiben. Dazu dürfte die Mehrzahl derer gehören, die jetzt den populistischen … Besorgte für die 'Freie Gesellschaft' weiterlesen

PEGIDAs Sorge um den Rotmilan

Michael Bittner dürfte einer der intimsten Kenner der Seele von PEGIDA sein. Regelmäßig veröffentlicht er „Fanpost“ von Menschen die zu den Veranstaltungen gehen. Dabei wird immer wieder deutlich, dass vielen TeilnehmerInnen gar nicht wichtig zu sein scheint, was man vorne auf der Bühne in den Abendhimmel ablässt. Einige sind angeblich nicht mal damit einverstanden. Einig sind sich jedoch alle darin, dass es falsch läuft in … PEGIDAs Sorge um den Rotmilan weiterlesen

Die 'Besorgten' wollen's wissen

Nun legen sie es darauf an. Die Teilnehmerzahlen stagnieren und so langsam wird es, ‚Hymne‘ hin oder her, allmontäglichen etwas zäh auf dem Theaterplatz: Plärren, Fähnchen schwenken, schimpfen, nach Hause fahren. Darum besinnen sich die MacherInnen der neofaschistischen PEGIDA–Bewegung auf das, was sie können und begeben sich auf den Weg in die Opferrolle. Das will gut vorbereitet sein. Erst der „vernünftige“ Verzicht auf den Theaterplatz. … Die 'Besorgten' wollen's wissen weiterlesen

Ein paar Gedanken zu Gewalt

[Wer nicht zwischen einer Erklärung (oder einem Erklärungsversuch) und einer Rechtfertigung unterscheiden kann, sollte nicht erwarten, dass es zu einem konstruktiven Austausch mit mir über diesen Text kommt.] Gewalt geht gar nicht. Und doch gehört sie zu unserem Leben. Um die Folgen von Gewalt für Einzelne möglichst klein zu halten, gibt es ein Gewaltmonopol, welches vom Staat ausgeht. Da dieses Gewaltmonopol für Missbrauch sehr anfällig ist, … Ein paar Gedanken zu Gewalt weiterlesen